PVC – kurz für Polyvinylchlorid – ist einer der am meisten genutzten Böden überhaupt. Insbesondere in öffentlichen Einrichtungen begegnet man diesem Bodenbelag hierzulande immer wieder. Und das hat einen triftigen Grund, denn PVC Böden gehören zu den günstigsten Bodenbelägen überhaupt!

PVC ist besser als sein Ruf
PVC Bodenbelag wird häufig als unnatürlich und belastend wahrgenommen. Jedoch sind diese negativen Eigenschaften so nicht ganz korrekt. Zwar ist PVC ein Kunststoff, jedoch lässt sich dieser hervorragend recyceln. Und was den Vorwurf von Wohngiften anbelangt, ist PVC heutigen Standards nicht mit alten Fabrikaten zu vergleichen. Bedenkliche Weichmacher, wie
Phthalat DEHP, dürfen nicht mehr verwendet werden. Überdies sind die meisten Giftstoffe im PVC nur dann wirksam, wenn Kontakt zu den Schleimhäuten besteht. Das bzgl. der theoretisch giftigen Komponenten von PVC viel zu viel Aufhebens gemacht wird, lässt sich gut daran erkennen, dass er auch andernorts zur Anwendung kommt, ohne dass sich die Leute dessen bewusst sind. Beispielsweise bestehen Schallplatten und viele Fensterrahmen aus PVC.

Vorteile und Eigenschaften von PVC
Da es sich um Kunststoff handelt, lassen sich Bodenstücke flexibel in diversen Formen und Größen realisieren. Überdies kann man PVC extrem dünn auftragen. Stärken von gerade mal 1 mm (bei anderen Bodenbelägen undenkbar) sind dadurch möglich. Überdies erzeugt PVC kaum Trittschall. Mit einer entsprechenden Dämmung lässt sich gar ein völlig geräuschloser Boden realisieren.

Vorsicht ist bei schweren Möbeln geboten. PVC verkratzt relativ schnell. Möbel darüber zu schleifen ist daher Tabu! Optisch kann PVC Farbe und Muster betreffend fast jedes Erscheinungsbild haben. Allerdings muss PVC auf einem absolut flachen Untergrund verlegt werden, da Unebenheiten sich sonst sichtbar im PVC abzeichnen.